Pendlerpauschale in Österreich – Pendlereuro und Rechner

Die Pendlerpauschale in Österreich – alle Informationen und Tipps zur großen und kleinen Pendlerpauschale, sowie dem Pendlereuro finden Sie hier!

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KFZ-Steuer Rechner

KFZ-Steuer (Quelle: pixabay.com)

Bei der Pendlerpauschale in Österreich handelt es sich um ein Fahrtengeld, welches jedem Arbeitnehmer von dessen Wohnung bis zur Arbeitsstätte zusteht. Jedoch müssen bestimmte Faktoren erfüllt sein. Je nach Entfernung des Arbeitswegs wird eine andere Pendlerstufe verwendet. Die Beiträge werden vom Arbeitgeber monatlich oder jährlich an den Arbeitnehmer ausbezahlt. Geregelt ist die Pauschale im Einkommenssteuergesetz 1988 und wurde zuletzt im Jahr 2011 angepasst. Im Folgenden weitere Infos über das Thema und worauf es bei der Pendlerpauschale ankommt.

Welche Personen haben Anspruch auf eine Pendlerpauschale?

Um die Pendlerpauschale in Anspruch zu nehmen, müssen drei Faktoren berücksichtigt werden. Darunter zählen unter anderem:

  • die Entfernung zwischen Wohnung und Arbeitsstätte
  • Möglichkeit zur Nutzung von Massenverkehrsmittel
  • wie oft muss die Strecke zurückgelegt werden

Der Anspruch auf eine Pendlerpauschale ist maßgeblich abhängig von den oben genannten Kriterien. Weiterhin besteht die Möglichkeit, dass die Fahrten durch den Verkehrsabsetzbetrag abgegolten werden oder dem Arbeitnehmer eine kleine beziehungsweise große Pendlerpauschale zusteht. Beim Verkehrsabsetzbetrag handelt es sich um den tatsächlich zurückgelegten Weg vom Wohnort bin hin zur Arbeitsstätte. Laut Dezember 2017 betrug der Wert 400 Euro im Jahr und wird direkt von der Lohnsteuer abgezogen. Im Prinzip ist es eine Steuervergünstigung.

Kleine und große Pendlerpauschale

Sollten die Fahrtkosten nicht über den Verkehrsabsetzbetrag abgeholt werden können, kommt die Pendlerpauschale ins Spiel. Dabei wird zwischen einer kleinen und großen Pauschale unterschieden.

  • Die kleine Pendlerpauschale steht Arbeitnehmern zu, dessen Entfernung vom Wohnsitz zur Arbeitsstätte größer als 20 Kilometer ist und die Möglichkeit auf Benutzung eines Massenverkehrsmittels besteht.
  • Die große Pendlerpauschale steht Arbeitnehmern bereits ab einer Wegstrecke von 2 Kilometer zu. Außerdem muss die Nutzung eines Massenverkehrsmittels nicht möglich oder zumutbar sein.

Warum spielen Massenverkehrsmittel eine Rolle?

Massenverkehrsmittel spielen bei der Entscheidung zwischen einer kleinen oder großen Pauschale eine entscheidende Rolle. Wer diese Verkehrsmittel nutzen könnte, aber lieber auf den eigenen Pkw zurückgreift, hat generell nur Anspruch auf die kleine Pendlerpauschale. Die größere Variante darf nur in Anspruch genommen werden, wenn Massenverkehrsmittel nicht zur Verfügung stehen oder die Nutzung unzumutbar ist. Diese Unzumutbarkeit kann aus unterschiedlichen Gründen bestehen:

  • Unzumutbarkeit aufgrund Unmöglichkeit: Diese Variante gilt dann, wenn auf mindestens die Hälfte der Strecke keine Massenverkehrsmittel verkehren. Der gleiche Fall gilt für die Zeit. Sollte kein Massenverkehrsmittel zu den Arbeitszeiten fahren, gilt der Fall als Unzumutbarkeit.
  • Unzumutbarkeit aufgrund Behinderung: Sollte die betroffene Person eine Art von Behinderung haben, muss dies durch einen Behindertenpass nachgewiesen und bestätigt werden.
  • Unzumutbarkeit aufgrund langer Anfahrtszeiten: Sofern die Anfahrtswege der Massenverkehrsmittel die Zeit von 2 Stunden überschreiten, gilt ebenfalls eine Unzumutbarkeit. Fahrtzeiten von bis zu 60 Minuten gelten als zumutbar. Bei einer Dauer zwischen 60 und 120 Minuten wird die Höchstdauer errechnet. Zu der Fahrdauer zählen unter anderem die eigentliche Fahrtzeit, die Einstiegsstelle sowie die Ausstiegsstelle am Arbeitsort.

Wie errechnet sich die Pendlerpauschale?

Bei der Pendlerpauschale wird zunächst die Entfernung zwischen Wohnsitz und der Arbeitsstätte ermittelt. Bei mehreren Wohnsitzen wird der Hauptwohnsitz zur Berechnung herangezogen. Danach wird geprüft, ob Anspruch auf eine kleine oder große Pendlerpauschale besteht. Dabei werden auch die Massenverkehrsmittel miteinbezogen. Die ermittelten Werte werden am Schluss von einer Tabelle abgelesen, um so die Pauschale abzulesen.

Wo kann man einen Antrag auf Pendlerpauschale stellen?

Die Pauschale kann beim jeweiligen Arbeitgeber geltend gemacht werden. Dazu wird ein Pendlerrechner genutzt und anschließend als Formular ausgedruckt. Der Pendlerrechner wird übrigens vom Bundesministerium für Finanzen online zur Verfügung gestellt. Anschließend kann der Arbeitgeber die Beiträge für die laufenden Lohnabrechnungen berücksichtigen.

Auszahlung

In der Regel werden Pauschalen fürs Pendeln nicht direkt ausgezahlt, da sie als Steuervergünstigung gelten. Sie werden bei der Lohnabrechnung von der Lohnsteuer abgezogen. Für eine direkte Auszahlung müssen unterschiedliche Voraussetzungen gegeben sein. Unter anderem muss das Einkommen gering sein oder keine Pflicht zur Zahlung einer Lohnsteuer bestehen.

Weitere Pendlerbeihilfen und Förderungen

Nebenbei bieten einige Bundesländer in Österreich bestimmte Förderungen und Beihilfen zum Thema Pendeln an. Diese gehen über die Pendlerpauschale hinaus. Beispielsweise lassen sich in Kärnten oder Burgenland gesonderte Fahrtkostenzuschüsse beantragen. Unter anderem bietet Niederösterreich eine Pendlerbeihilfe an und Oberösterreich eine Fernpendlerhilfe. Je nach Bundesland können andere Förderungen und Hilfen angeboten werden. Auch die Voraussetzungen und die Höhe der Leistungen unterschieden sich von Bundesland zu Bundesland. Weiterhin haben die einzelnen Bundesländer keinen Einfluss auf die Bestimmungen der Pendlerpauschale und dem Pendlereuro. Der Pendlereuro ist übrigens ein Absetzbetrag und wird jährlich direkt von Steuer abgezogen.

Fazit

Die Pendlerpauschale in Österreich kann sich von Bundesland zu Bundesland unterscheiden, da diese keinen Einfluss auf deren Bestimmung haben. Generell handelt es sich bei der Pauschale um ein Fahrtengeld, das jedem Arbeitnehmer zusteht, sofern er bestimmte Voraussetzungen erfüllt. Dabei spielen Entfernung von Wohnort zum Arbeitsplatz, Massenverkehrsmittel und Unzumutbarkeit eine wichtige Rolle.

Unterschieden wird zwischen einer kleinen und großen Pendlerpauschale. Die große Pendlerpauschale kommt dann zum Einsatz, sofern keine Massenverkehrsmittel zur Verfügung stehen oder die Person eine Behinderung oder ähnliches nachzuweisen kann. Für alles andere gilt der kleine Satz. Errechnet wird die Pauschale durch die Entfernung von Wohnort und Arbeitsstätte. Mithilfe einer Tabelle werden die Daten abgeglichen, um so den richtigen Betrag zu finden. Am Schluss wird der Betrag von der Lohnsteuer in Form einer Steuervergünstigung abgezogen.

Alle Informationen zur Pendlerpauschale und dem Pendlerrechner in Österreich finden Sie hier:

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