Mopedführerschein in Österreich – Prüfung & Kurs – Mofa-Führerschein

Der Mofa-Führerschein – Alle Informationen zu Ihrem Mopedführerschein in Österreich – Prüfung, Kurse und mehr. Jetzt informieren!

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Moped Vespa

Vespa (Quelle: pixabay.com)

Der Mopedführerschein der Klasse AM kann für die folgenden Fahrzeuge erworben werden:

  • Moped
  • Mopedauto
  • Quad

Sofern man bereits einen Führerschein einer anderen, beliebigen Klasse (beispielsweise A, B, C, D oder F) besitzt, ist der Mopedführerschein nicht vonnöten.

Mopedfahren ab 15 Jahren

Das Mindestalter für die Absolvierung des Mopedführerscheins beträgt 15 Jahre. Dabei kann man mit der Ausbildung frühestens zwei Monate vor Vollendung des 15. Lebensjahres beginnen. Der Führerschein selbst kann aber erst mit dem 15. Geburtstag ausgestellt werden.

Wer noch nicht 16 ist, muss außerdem eine Einwilligungserklärung eines Erziehungsberechtigten vorlegen, damit der Führerschein schon mit 15 Jahren ausgegeben werden kann.

Die Ausbildung

Ein sechsstündiger Theoriekurs muss als Voraussetzung für den Motorradführerschein absolviert werden. Außerdem gilt es, die Theorieprüfung zu bestehen und eine praktische Schulung mit Dauer von acht Stunden zu absolvieren, von denen zwei im Straßenverkehr stattfinden.

Man muss sich einfach nur zu einem Mopedkurs anmelden und das dazugehörige Lernbuch anschaffen. Nach Besuch des Mopedkurses kann die Prüfung abgelegt werden. Anschließend steht eine praktische Schulung über sechs Unterrichtsstunden an. Im Rahmen dieser Schulung muss nachgewiesen werden, dass man über eine ausreichende Beherrschung des Fahrzeugs verfügt. Zwei der Unterrichtseinheiten müssen im Straßenverkehr abgeleistet werden.

Welche Unterlagen sind bei der Anmeldung mitzubringen?

Um sich für den Mopedführerschein anzumelden, wird ein Reisepass oder Personalausweis benötigt. Außerdem muss ein Passfoto vorgelegt werden, das eine Größe von 35 mm x 45 mm im Hochformat aufweist. Sofern man das 16. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, ist zudem eine Einwilligungserklärung eines Erziehungsberechtigten vorzulegen. Wer bereits 20 Jahre oder älter ist, benötigt ein Gutachten des Führerschein- oder Amtsarztes. Die Anmeldung kann sowohl bei einer Fahrschule als auch einem Autofahrerclub wie dem ÖAMTC oder dem ARBÖ vorgenommen werden.

Der Berechtigungsumfang

Welches Fahrzeug man mit dem Mopedführerschein genau lenken darf, hängt von der genauen Ausbildung ab, die man absolviert hat. Sie wird durch einen speziellen Code im Führerschein gekennzeichnet. Ausschließlich mit dem Führerschein der Klasse AM ohne Code ist man dazu berechtigt ein Moped und eines Mopedauto zu lenken.

  • Moped (AM + Code 79.01)
  • Vierrädriges Leichtkraftfahrzeug („Mopedauto“) (AM + Code 79.02)
  • Quad (mit Bauartgeschwindigkeit 45 km/h und max. 50 ccm) (AM + Code 79.02)
  • Invalidenkraftfahrzeug (AM + Code 79.02)
  • alle oben genannten = AM (ohne Code)
  • Die Erweiterung von zwei auf vier Räder

Ein alter Mopedausweis, der nicht auf eine bestimmte Fahrzeugart beschränkt ist, gilt nur für Mopeds. Wer zusätzlich ein Mopedauto steuern möchte, muss dafür eine Praxisschulung auf einem Übungsplatz durchlaufen, die sechs Stunden in Anspruch nimmt. Anschließend stellt die Behörde den Scheckkartenführerschein der Klasse AM ohne Code aus. Er gilt für beide Fahrzeugarten.

Die Praxisschulung

Die Praxisschulung absolviert man entweder auf einem Moped oder einem Mopedauto. Die Lenkberechtigung hat dann aber auch nur Gültigkeit für diese eine Fahrzeugklasse. Um für beide Fahrzeugarten lenkberechtigt zu sein, muss der sechsstündige Praxisunterricht auch mit beiden Fahrzeugen durchgeführt werden.

Die Theorieprüfung

Der Fragenkatalog besteht aus 230 Fragen rund um Verkehrszeichen, Regeln, das Tragen eines Sturzhelms oder Alkohol am Steuer. Daraus wird für die Prüfung ein Fragebogen aus 30 Fragen zusammengestellt. Diese weisen Multiple-Choice-Charakter auf, das heißt, sie zeigen vorgegebene Antwortmöglichkeiten.

Die Verkehrsvorschriften

  • Der Mopedführerschein muss, genau wie die Zulassungsbescheinigung, bei sämtlichen Fahrten mitgeführt werden.
  • Besitzer des Mopedführerscheins haben bis zu ihrem 20. Geburtstag ein Alkohollimit mit einer Grenze von 0,1 Promille zu beachten.
  • Es darf lediglich eine einzige weitere Person auf dem Moped mitgenommen werden.
  • Ist der Mitfahrer dabei jünger als acht Jahre, muss ein Kindersitz angebracht werden.
  • Sowohl Lenker als auch Mitfahrer unterliegen der Helmpflicht.
  • Es muss stets mit Abblendlicht gefahren werden und außerdem Verbandszeug mitgeführt werden.
  • Das Tragen eines Sturzhelms ist auch für den Fahrer eines Quads vorgeschrieben.

Kann man mit dem Moped ins Ausland fahren?

Der Führerschein der Klasse AM besitzt in allen EWR-Staaten Gültigkeit. Somit berechtigt er im gesamten Gebiet der EWR zum Lenken eines Mopeds oder Mopedautos. Für seine Anerkennung gilt das EWR-weite Mindestalter von 16 Jahren.

Um mit dem alten grünen Mopedführerschein ins Ausland zu fahren, muss dieser zuvor in einen Steckkartenführerschein umgewandelt worden sein. Nur letzterer wird in den EWR-Staaten anerkannt.

Was geschieht mit den alten Mopedausweisen?

Alte Mopedausweise behalten weiter ihre Gültigkeit. Jedoch gelten sie für österreichisches Gebiet als Lenkberechtigung für die Klasse AM. Gleichzeitig finden die Beschränkungen für Motorradfahrer oder vierrädrige Leichtkraftfahrzeuge Anwendung. Bis spätestens 19. Jänner 2033 müssen sie in Führerscheine umgeschrieben werden.

Die Kosten des Mopedausweises

Die genauen Kosten für den Mopedausweis sind von verschiedenen Faktoren abhängig. Unter anderem beeinflussen der Standort der jeweiligen Fahrschule, das verwendete Lehrmaterial oder die Anzahl der Kursteilnehmer den letztendlichen Preis. Grundsätzlich aber bewegt sich der Preis zwischen 150 und 300 Euro. Die Gebühr der Ausstellung der Lenkberechtigung beläuft sich nach aktuellem Stand auf 60,50 Euro.

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