LKW Führerschein in Deutschland – Prüfung, Kurs und Kosten

Alle Informationen und Tipps zu den Kursen, der Prüfung und den Kosten für Ihren LKW Führerschein in Deutschland finden Sie hier.

Nehmen Sie sich 3 Minuten Zeit und lesen Sie diesen Beitrag aufmerksam durch!

LKW auf der Straße

LKW (Quelle: pixabay.com)

In Deutschland gibt es insgesamt 16 verschiedene Führerscheinklassen. LKWs werden unter dem Buchstaben C zusammengefasst. Mit dem LKW-Führerschein werden insgesamt vier unterschiedliche Kategorien unterschieden. Jede Kategorie benötigt andere Voraussetzungen und Kenntnisse. Wer sich für den Erwerb eines LKW-Scheines interessiert, sollte den folgenden Ratgeber gut durchlesen.

Welche Klassen werden unterschieden?

Wie bereits erwähnt gibt es beim Führerschein für den LKW insgesamt vier verschiedene Klassen zu unterscheiden. Dazu gehören unter anderem:

  • C1 (mittelschwerer LKW)
  • C1E (mittelschwere Lastzüge)
  • C (schwerere LKW)
  • CE (schwere Lastzüge)

Beim LKW-Führerschein der Klasse C1 ist die Person zum Führen einer leichten beziehungsweise mittelschweren LKWs berechtigt. Die Gesamtmasse darf zwischen 3,5 Tonnen und 7,5 Tonnen liegen. Außerdem darf ein Anhänger mitgeführt werden, der bis zu 750 Kilogramm an Betriebsgewicht haben darf. Bei der Klasse C1E ist man zum Führen von Zugfahrzeugen berechtigt. Diese steht in Kombination mit einem Anhänger oder Sattelhänger mit einer zulässigen Gesamtmasse von über 3,5 Tonnen.

Alternativ erlaubt es das Führen eines Zugfahrzeugs der Klasse C1 in Verbindung mit einem Sattelhänger mit einer zulässigen Gesamtmasse von über 750 Kilogramm. Bei Klasse C dürfen alle Kraftfahrzeuge gefahren werden, die eine zulässige Gesamtmasse von mehr als 3,5 Tonnen haben. Zudem dürfen nicht mehr als 8 Personen damit befördert werden. Die Königsklasse ist der CE-Führerschein. Dort können Personen LKWs über 7,5 Tonnen fahren und alle Fahrzeuge fahren, die unter der Klasse C1, C1E und C fallen.

Voraussetzungen und Gültigkeit des LKW-Führerscheins

Um den LKW-Führerschein der Klasse C1 zu erwerben, benötigt es einen Führerschein der Klasse B. Außerdem muss der Fahrschüler das Mindestalter zwischen 18 beziehungsweise 21 Jahren erreicht haben. Je nach gewerblicher Nutzung kann die Prüfung früher abgelegt werden. Der gleiche Fall gilt für die Klasse C1E. Dort wird mindestens ein Alter von 18 Jahren vorausgesetzt. Allerdings kann dieser erst erworben werden, sobald der Schein zu C1 erfolgreich absolviert wurde.

Beide Führerscheine sind bis zum 50. Lebensjahr gültig. Um den Führerschein zu verlängern, muss mit 50 eine positive Eignungsprüfung hinterlegt werden. Bei Erfolg wird der Schein um weitere 5 Jahre verlängert. Bei der Klasse C beziehungsweise CE gibt es andere Voraussetzungen. Seit dem Jahr 2013 müssen die Teilnehmer mindestens 21 Jahre sein.

Außerdem werden folgende Punkte benötigt:

  • Gesundheitscheck
  • Sehtest
  • Eignungsprüfung

Für die Antragsstellung wird unter anderem ein Erste-Hilfe-Kurs sowie ein Personalausweis mit einem passenden Bild benötigt. Der Gesundheitscheck gibt Belastbarkeit, Konzentration, Aufmerksamkeit und die Fähigkeit des Teilnehmers wieder.

Unterlagen, Theorie und Praxis

Um den Führerschein zu erhalten, muss zunächst eine theoretische als auch praktische Prüfung abgelegt werden. Dazu werden für den Antrag folgende Unterlagen benötigt:

  • gültiger Personalausweis oder Reisepass
  • biometrisches Passbild
  • Nachweis für einen Erste-Hilfe-Kurs
  • Zeugnis vom Augenarzt
  • ärztliche Bescheinigung über körperliche und geistige Eignung

Bevor an den Prüfungen teilgenommen werden kann, müssen zunächst die Grundlagen vermittelt werden. Der Grundstoff bei den Klassen C1, C, C1E und CE werden in 6 Doppelstunden mit je 45 Minuten gelernt. Nur der Zusatzstoff unterscheidet sich zwischen den Kategorien. Bei C1 und C werden 10 weitere Doppelstunden benötigt, um den Zusatzstoff zu verinnerlichen. Bei C1E und CE lediglich 4 Doppelstunden.

Neben der Theorie spielt auch die Praxis eine wichtige Rolle. Diese umfasst Überland-, Auto- sowie Nachtfahrten. Meistens betragen die Pflichtstunden auf Überlandstrecken bis zu 8 Stunden, bei Autobahnfahrten zwischen 1 und 3 Stunden und bei Nachtfahrten bis zu maximal 3 Stunden. Während der Prüfung darf der Teilnehmer beim Theorieteil nicht mehr als 10 Fehlerpunkte haben. Wer die 30 Fragen unter 11 Fehlerpunkte beantwortet, hat sich für den Praxisteil beim LKW-Führerschein qualifiziert.

Kosten für einen LKW-Führerschein

Der Faktor Kosten spielt beim LKW eine wichtigere Rolle als beim PKW. In der Regel fallen die Kosten um einiges höher aus als bei einem Motorrad oder Auto. Die Gebühren hängen von verschiedenen Faktoren ab wie beispielsweise den Vorkenntnissen oder der Fahrschule. Auch hängt es vom Talent des Fahrschülers ab. Manche benötigen mehr Fahrstunden und andere eben weniger.

Im Schnitt verlaufen sich die Kosten bei einem LKW-Führerschein zwischen 1.500 und 5.000 Euro. Nicht vergessen werden sollten die Gebühren für Anmeldung, Theorie- und Fahrstunden, Lernmaterial und Teilnahme an der Prüfung. Beim Nichtbestehen muss die Prüfung erneut abgelegt werden. Insgesamt dauert die praktische Prüfung rund 75 Minuten. Darüber hinaus entstehen Kosten bei der Verlängerung des Führerscheines. Die gesetzlich vorgegebenen Fristen für die Verlängerung sollten eingehalten werden. Wer die Anmeldefirst verpasst, muss im schlimmsten Fall die komplette Ausbildung wiederholen und der Führerschein bleibt ungültig.

Fazit

Der LKW-Führerschein umfasst insgesamt vier verschiedene Kategorien. Darunter gehören die Klassen C1, C1E, C und CE. Für jede Klasse gibt es unterschiedliche Anforderungen. Die höchste Führerschein Klasse für den LKW ist die CE Klasse, Er erlaubt das Führen von LKWs mit einem Anhänger über 750 Kilogramm. Die Führerscheine sind bis zur Vollendung des 50. Lebensjahres gültig und müssen von dort an um weitere 5 Jahre verlängert werden.

Eine gesonderte Prüfung ist nicht notwendig. Für die Fahrschule werden zahlreiche Unterlagen benötigt. Wichtige Utensilien sind ein Personalausweis, biometrisches Passbild, Nachweis für einen Erste-Hilfe-Kurs sowie eine ärztliche Untersuchung. Die Theorie beim Grundstoff umfasst 6 Doppelstunden. Erforderlich sind Fahrten über Land, Autobahn und während der Nacht. Nach der Theorie muss nur noch die 75-minütige Praxisprüfung für den Erhalt des LKW-Scheines absolviert werden.

Mit dem kostenlosen Spritpreisrechner finden Sie immer die günstigsten Diesel- und Benzinpreise!