KFZ Zulassung – Auto anmelden in Deutschland

Die KFZ Zulassung ist die Anmeldung eines Wagens, somit also die behördliche Registrierung. Angemeldet werden Kraftfahrzeuge oder Anhänger, damit diese auf der Straße bewegt werden dürfen.

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KFZ Zulassung

KFZ Zulassung (pixabay.com)

Die Zulassung eines Fahrzeuges ist mitunter mit vielen Hürden verbunden. Diese scheinen für sehr viele Menschen nicht leicht zu überwinden zu sein. Dennoch geht der Prozess einfacher von statten, als man glauben mag. Grade junge Menschen, die sich zum ersten Mal ein eigenes Fahrzeug anschaffen, stehen mit dem Gang zur Zulassungsstelle oftmals mit einem großen Fragezeichen dar. Hier sollen nun alle wichtigen Fragen zum Thema beantwortet werden. Welche Papiere sind nötig und was muss man sonst noch wissen, wenn man sein Fahrzeug auf die deutschen Straßen bringen will.

KFZ versichern lassen

An erster Stelle steht die Tatsache, dass das Fahrzeug eine Versicherung benötigt. Die deutschen Zulassungsbehörden erteilen keinem Fahrzeug eine Zulassung, wenn dieses nicht über eine gültige Haftpflichtversicherung verfügt. Daher ist der erste Gang nicht jener zur Zulassungsstelle, sondern zum Versicherungsvertreter. Heute können entsprechende Angebote aber schon im Internet gefunden werden, wobei hier sehr günstige Kostensätze offeriert werden.

Wichtig ist dabei, dass für eine sofortige Zulassung die elektronische Versicherungsnummer, die eVB-Nummer, zur Verfügung steht. Diese setzt sich aus sieben Stellen zusammen und kann in der Regel über ein einfaches Telefonat mit der Versicherung erhalten werden. Bei einem Online-Abschluss wird diese zumeist sogar sofort vergeben, sodass eine umgehende Zulassung des KFZ möglich wird.

Diese Papiere müssen mitgebracht werden

Zur eigentlichen Zulassung müssen neben der elektronischen Versicherungsnummer auch noch weitere Dokumente eingereicht werden. In jedem Fall, so viel kann an erster Stelle gesagt werden, muss ein gültiger Personalausweis oder Reisepass vorliegen. Allerdings unterscheiden sich die Unterlagen, je nach dem was für ein Fahrzeug zugelassen werden soll.

Handelt es sich um einen Neuwagen, dann muss die EG-Übereinstimmungsbescheinigung vorgelegt werden. Zudem sind der Fahrzeugbrief und der Fahrzeugschein mitzubringen, denn anhand dieser Daten kann erkannt werden, wer der Halter ist und welche technischen Eigenschaften das Fahrzeug besitzt. Diese Werte entscheiden dann später auch über die Besteuerung. Diese Dokumente sind bei jeder Fahrzeuganmeldung unbedingt vorzulegen.

Des Weiteren muss auch eine gültige HU-Bescheinigung bei jedem Fahrzeug vorhanden sein. Mittlerweile ist auch die Einzugsermächtigung für die Autosteuer zu erteilen, das entsprechende Dokument kann aber vor Ort ausgefüllt werden. Handelt es sich beim Fahrzeug gar um ein gewerblich genutztes KFZ, dann muss eine Gewerbeanmeldung oder aber ein Auszug aus dem Handelsregister nachgewiesen werden.

Lediglich bei der Beantragung eines Kurzkennzeichens entfallen die meisten Dokumente. Hier müssen nur der Personalausweis und die eVB vorgelegt werden.

Kennzeichen vor Ort bestellen

Die Kennzeichen für die Zulassung können schon vor der eigentlichen Anmeldung des Fahrzeuges geprägt werden. Diese sind dann in der Regel gleich mitzubringen, wenn die Zulassung ansteht. Wer sein altes Kennzeichen behalten will, kann das alte Fahrzeug sofort außer Betrieb setzen und die Nummernschilder am neuen Gefährt anbringen lassen.

Wer noch keine Kennzeichen besitzt, der kann diese auch gleich vor Ort bestellen. In der Regel findet die Prägung sofort statt, sodass die Zulassung auch ohne vorhandene Nummernschilder auf der Stelle stattfinden kann. Es muss dann nur ein wenig geduld aufgebracht werden, denn die Herstellung der Schilder kann bis zu 15 Minuten in Anspruch nehmen.

Wer hier einen besonderen Wunsch hat, der kann auch sofort ein Wunschkennzeichen beantragen. Dieses ist mit einer zusätzlichen Gebühr verbunden, wird aber in der Regel bei Verfügbarkeit auch sofort vor Ort ausgestellt.

Diese kosten fallen bei einer Zulassung an

Grundsätzlich ist die Zulassung eines Fahrzeuges mit entsprechenden Gebühren verbunden, die von Bezirk zu Bezirk und von Bundesland zu Bundesland anders ausfallen können. Die allgemeinen Sätze belaufen sich aber auf ein festgelegtes Maß, sodass man sich an den folgenden Werten orientieren kann.

Die Neuzulassung eines KFZs kann rund 28 Euro in Anspruch nehmen. Diese Sätze variieren auch hier, sodass es sich lohnt, bei der zuständigen Stelle nachzufragen. Sollte man ein gebrauchtes Fahrzeug erworben haben und es ändert sich innerhalb eines Bezirks lediglich der Halter, dannmüssen bis zu 20 Euro gezahlt werden.

Ein Kurzeitkennzeichen schlägt mit einer Gebühr von rund 10 Euro zu Buche, während das Wunschkennzeichen – hier ist die Prägung noch nicht enthalten – 10,20 Euro an Gebühren verursacht. Eine vollständige Neuzulassung mit Wunschkennzeichen und Herstellung der Schilder kann also bis zu 90 Euro in Anspruch nehmen. Diesen betrag sollte man schon im Vorfeld einkalkulieren, denn er ist sofort auf der Behörde zu entrichten. In vielen Fällen werden auch Kartenzahlungen an den Terminals vor Ort akzeptiert.

Muss man persönlich auf der Zulassungsstelle erscheinen?

Eine bedeutende Frage ist für viele, ob sich der Halter selbst auf der Zulassungsstelle melden muss. In der Tat ist es so, dass die Zulassung immer von der Person durchgeführt werden muss, die im Besitz des Fahrzeugbriefes ist. Allerdings kann auch eine Zulassungsvollmacht ausgestellt werden, sodass der Halter diese Aufgabe auch an eine andere Person übertragen werden kann. Hierzu gibt es Vordrucke auf den Internetseiten der Zulassungsbehörden, die dann zu diesem Zweck genutzt werden können. Dabei muss auf jeden Fall der Ausweis des Halters mitgebracht werden.

Zudem muss eine Meldebestätigung der jeweiligen Person mitgebracht werden, sodass in Zusammenhang mit dem Ausweis, die reelle Anschrift des Halters ausgibt. Auch der Bevollmächtigte muss sich entsprechend ausweisen und einen gültigen Personalausweis vorlegen.

Wichtige Tipps für den Alltag

Wer bereits ein Fahrzeug über lange Zeit besitzt, dass nicht mehr zugelassen ist, kann dieses dennoch an Kinder oder Enkel weitergeben. Dabei muss der Halter keine Sorge haben, dass die Betriebserlaubnis schnell erlischt. Stand das Fahrzeug nicht länger als 7 Jahre stillgelegt an einem Ort, kann das Gefährt einfach wieder angemeldet werden. Erst nach dem Ablauf dieser Frist muss der Wagen wieder mittels einer Vollabnahme zugelassen werden. Diese beinhaltet dann eine komplette technische Überprüfung sowie einen umfassenden HU und eine Abgasuntersuchung. Die Kosten hierfür sind natürlich vom Besitzer zu tragen.

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