Bußgeldkatalog in Deutschland – Verkehrsstrafen

Alle Verkehrsstrafen & Zuwiderhandlungen, sowie Regelungen und Bußgelder auf einem Blick. Jetzt über Punkte und Strafen informieren!

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Strafen berechnen

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Nachdem im Jahr 2014 die Straßenverkehrsordnung in Deutschland reformiert wurden ist, konnte diesen ihren Bußgeldkatalog nun erheblich umgestalten. Neben den erhöhten Strafen wurde nun auch das Punktesystem empfindlich angepasst. Strafen sind nun schneller mit Punkten verbunden und die Entziehung des Führerscheins kann schneller in die Wege geleitet werden, wenn die entsprechenden Vergehen begangen wurden.

Gestaltung der Bußgeldtabelle

In der neuen Bußgeldverordnung wurde bedacht, dass all die Verkehrsvergehen strenger geahndet werden, die auch einen erheblichen Gefahrenpunkt in der Verkehrssicherheit setzen. Somit sind alle Geschwindigkeitsvergehen, aber auch Abstandsvergehen höher zu bestrafen als das Vergessen der Umweltplakette.

Eine detaillierte Übersicht aller Verkehrsstrafen und Zuwiderhandlungen in Deutschland finden Sie auf der Website des ADAC.

Bei der Messung der Geschwindigkeit und auch des Abstandes wurden in diesem Zuge die Verfahren verbessert. Neben der üblichen Toleranz, die aufgrund von Messfehlern immer mit beachtet wird, sind die Abstände zur Erhöhung der Strafe geringer geworden. Ein Geschwindigkeitsübertritt kann nun schon schneller zu einem Punkt in Flensburg führen.

Bußgelder und Punkte – wann werden sie gefährlich?

Es sind im Grunde genommen nicht die Bußgelder, die einem Fahrer zum Verhängnis werden können, sondern die Aufrechnung der vergebenen Punkte, die in Zusammenhang mit einer groben Verkehrswidrigkeit stehen. Diese werden in der Punktekartei in Flensburg geführt. Nach der neuen Regelung können aktuell nur noch maximal acht Punkte auf diesem Konto eingetragen werden, bevor der Führerschein entzogen wird.

In den Jahren davor waren mehr als 13 Punkte möglich und konnten durch den Besuch einer Schulung oder das ordnungsgemäße Verhalten im Straßenverkehr wieder abgebaut werden.

Wann werden Punkte vergeben?

Verkehrsdelikte, die die Verkehrssicherheit in einem sehr hohen Maße gefährden, werden nun nicht mehr nur mit einem Bußgeld bestraft, sondern es erfolgt auch eine Eintragung in die Verkehrssünderkartei mit einem entsprechenden Punkt.

Sobald acht Punkte auf diesem Konto erreicht sind, wird die Fahrerlaubnis entzogen.

Punkte werden aber nicht einzeln vergeben. Mit einer Straftat können bis zu 3 Punkte mit einem Mal vergeben werden. Dabei staffelt sich die Vergabe des Punktes nach der Schwere der Ordnungswidrigkeit.

Vergabe 1 Punkt

Hierbei handelt sich es um eine Ordnungswidrigkeit, die einen schweren Verstoß gegen das geltende Gesetz darstellt. Zunächst werden Falschparker nicht direkt dafür mit einem Punkt belangt. Findet das Parken aber in einer Zufahrt statt, die für Einsatzfahrzeuge vorgesehen ist oder wird das Einsatzfahrzeug aktiv behindert, dann führt diese Ordnungswidrigkeit zu einer Geldstrafe und einem Punkt.

Vergabe 2 Punkte

Neben der Vergabe der 2 Punkte wird in diesem Zusammenhang auch ein Fahrverbot von einem Monat verhängt. Diese Strafe ergeht dann, wenn Abstände nicht ordnungsgemäß eingehalten werden. Grundsätzlich gilt dies nicht für alle Abstandsverstöße, aber sobald die Abstände bei einer hohen Geschwindigkeit nicht beachtet werden oder ein Überholverbot missachtet wird, dann erfolgt diese Art der Ahndung.

Vergabe 3 Punkte

Alle gefährlichen Eingriffe in den Straßenverkehr werden mit 3 Punkten und dem direkten Entzug der Fahrerlaubnis geahndet. Dabei ist es nicht wichtig, ob die 8 Punkte in Flensburg bereits erreicht sind.

Wie können diese Punkte getilgt werden?

Mitunter kann es vorkommen, dann innerhalb einer sehr kurzen Zeit mehrere kleine Verstöße zu einer Ansammlung von Punkten führen. Hierbei ist es notwendig zu wissen, dass jeder Punkt eine eigene Tilgungsfrist hat. Dabei beginnt der Ablauf der Frist mit Erwerb des jeweiligen Punktes und steht nicht im Kontext zu den anderen Punkten.

  • Die Tilgungsfristen richten sich nach der Art des Vergehens und dem Bußgeld, dass in diesem Zusammenhang verhängt wurden.
  • Schwere Ordnungswidrigkeiten, die nur einen Punkt ergeben haben, verfallen frühestens nach zweieinhalb Jahren.
  • Alle Vergehen, die mit 2 Punkten geahndet werden, können frühestens nach 5 Jahren aus der Datei gelöscht werden.
  • Sollte es zu einem Entzug des Führerscheins gekommen sein und 3 Punkte wurden vergeben, dann bleiben diese für 10 Jahre bestehen.

Neue Richtlinien bei der Punktebewertung

Durch die Anpassung des neuen Systems ist es nun schon ab 6 Punkten in Flensburg nicht mehr möglich, dass die Punkte aktiv ohne Einhaltung der Frist abgebaut werden können, da bereits bei 8 Punkten der Führerschein entzogen wird. Somit ergibt sich eine neue Regelung:

  • Bis zu 3 Punkten, die nicht auf einmal erworben wurden, erfolgt nur eine Vormerkung beim Bundeskraftfahramt in Flensburg.
  • Sollten bereits 4 oder 5 Punkte stehen, dann erfolgt eine offizielle Ermahnung und es kann ein Seminar besucht werden, dass den Punkteabbau aktiv fördert.
  • Zwischen 6 und 7 Punkten ist zwar der Punkteabbau aktiv nicht mehr möglich und die Tilgungsfristen müssen eingehalten werden, aber die Teilnahme an einem Seminar wird dennoch angeraten. Weiterhin wird eine Verwarnung ausgesprochen.
  • Sind die 8 Punkte erreicht, dann wird die Fahrerlaubnis entzogen. In diesem Zusammenhang kann eine Wiedererteilung erst nach 6 Monaten beantragt werden.

Anpassung der Bußgelder

Während Verstöße in der Vergangenheit mehr mit einem Ordnungsgeld geahndet wurden, sind aktuell Verstöße nicht nur mit Punkten behaftet, sondern auch die Geldbußen sind erhöht wurden. Telefonieren am Steuer kostet so nun schon 60€, ebenso wie Kinder, die nicht angeschnallt sind. Bereits die Missachtung der Vorfahrt ohne weitere Schäden oder Folgen schlägt mit 70€ zu Buche.

Mit der Anpassung der Bußgelder, werden auch Verstöße ohne Punkt teurer. Sie dienen zur Abschreckung und zur Ermahnung. Verkehrsregeln sind bindend und sollen eingehalten werden. Darum wurde auch die Punktevergabe reglementiert, dass Verkehrssünder nicht mehr zu viele Chancen bekommen, sich und andere Verkehrsteilnehmer zu gefährden.

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